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Viele Besucher meiner Homepage fliegen nicht nur nach Mexiko, um dort ihren Urlaub zu verbringen, sondern möchten etwas länger als ein paar Wochen dort bleiben.
Neben den gültigen Einreisebedingungen, die man auf der Seite An- und Abreise findet, sollte man folgendes wissen:
Schule
In Mexiko gibt es eine 6-jährige allgemeine Schulpflicht. Nach diesen 6 Jahren Grundschule (Primaria) schließen 3 Jahre in einer Sekundarschule (Secundaria) an. Hier entscheidet es sich, ob man nach Abschluß dieser drei Jahre für 2 bis 3 Jahre auf eine berufsorientierte technische Schule geht oder eine Ausbildung oder Job anfängt. Für alle, die später auf eine Universität gehen wollen, schließen nach der Sekundärschule ein 3-jähriges Vorbereitungsprogramm (Preparatoria) an, das mit einem Abitur (bachillerato) abschließt. Auffällig an allen mexikanischen Schulen ist die Schulkleidung der Schüler. Innerhalb der Schule soll sich kein Kind durch Markenkleidung von den anderen abheben. Auch gibt die, von Schule zu Schule zum Teil sehr unterschiedliche Schulkleidung so etwas, wie ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
Fast alle Mexikaner, die es sich irgendwie finanziell leisten können schicken ihre Kinder auf Privatschulen, obwohl das Schulgeld den Haushalt oft ziemlich belasten kann. Besonders bei der Sekundärschule geht man davon aus, daß die Lehrer auf den Privatschulen besser ausgebildet und bezahlt, die Kinder besser auf ein zukünftiges Studium vorbereiten können. Noch ein Wort zum Unterricht: die Kinder in Mexiko sind wesentlich disziplinierter als in Deutschland und müssen oft ein wesentlich höheres Lernpensum bewältigen. Unterrichtstage sind von Montag bis Samstag und oft fängt die Schule schon um halb acht an und geht bis vier Uhr am Nachmittag. Die Lehrer sind wesentlich strenger als hier und haben aber auch in der Gesellschaft einen wesentlich höheres Ansehen, als in Deutschland. Dies findet seinen Ausdruck darin, daß es einen national einheitlichen "Dia de maestro" gibt. Wo die Kinder den Lehrern kleine Geschenke machen und eine Schulfeier mit Eltern und Freunden statt findet.
Wer sich als Schüler dafür interessiert für ein paar Monate nach Mexiko zu gehen, sollte mit Absprache seiner Schule hier in Deutschland, sich mit einer der deutschen Schulen in Mexiko in Verbindung setzen. Über die Direktoren kann man evtl. ein Schüleraustauschprogramm ins Leben rufen. Auch beim "Youth for understandig"- Deutschland kann man sich bzg. eines Schüleraustauschprogrammes informieren. Ebenso können sich hier auch Gastfamilien melden, die einen mexikanischen Schüler für eine gewisse Zeit aufnehmen möchten.
Ein weitere Möglichkeit als Schüler für eine gewisse Zeit nach Mexiko zu kommen bietet Rotary, auf seiner Homepage Schüleraustausch und Teenage Student Exchange (TASTE).
Deutsche Schule Mexiko-Stadt (Lomas Verdes)
Colegio Aleman Alexander von Humboldt, A. C.
Paseo Alexander von Humboldt No. 2
IIIa Sección Lomas Verdes, Naucalpan de Juárez
Telefon: 0052-5- 344 4585 u. 0052-5- 343 1799
Verwaltung: 0052-5-202 55 56
Fax: 0052-5-343 2567
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Deutsche Schule Guadalajara Mexiko
Colegio Alemán de Guadalajara, A.C.
Aptdo. Postal 6-36
44602 Guadalajara/Jalisco
Telefon: 0052-33-685-0070
Fax: 0052-33-685-0080
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Deutsche Schule Mexiko-Stadt (Xochimilco)
Av. Mexico No 5501, Col. Huichapan (La Noria)
Delegacion Xochimilco
MEX-16030 Mexico D.F.
Telefon: 0052 -56 -75 46 81 u. 0052-5-675 50 80
Fax: 00525//6413548 | |
Deutsche Schule Puebla
Colegio Humboldt, A.C.
Apartado Postal 382
72000 Puebla, Pue.
Telefon: 0052-222-2359295 u.0052-222-2359236
Fax: 0052-222-2359204
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Bei der Deutsch-Lateinamerikanischen Gesellschaft gibt es in beschränkter Zahl, auch Praktikumsplätze für Schüler, die gerade ihr Abitur hinter sich gebracht haben. Wer mindestens 2 Jahre Spanischunterricht hatte oder von Haus aus schon spanisch spricht und zwischen 15 und 18 Jahre alt ist, kann über Kultur-Life ein sogenanntes "High-School"-Jahr in Mexiko machen.
Studium
Da Studienplätze in Mexiko immer knapp bemessen sind, muß jeder der studieren will, erst einmal eine Aufnahmeprüfung (Examen de seleción) bestehen. Dies trieft sowohl auf die staatlichen, wie auch privaten Hochschulen zu. Wesentlich unproblematisch ist dagegen noch der Aufenthalt als Gasthörer (oyente). Hierbei kann man aber nicht an Prüfungen teilnehmen und erhält nach dem Semester lediglich eine formlose Bestätigung, das man an den Vorlesungen der Universität teilgenommen hat.
Eine andere Möglichkeit dem strengen Auswahlverfahren zu entgehen, ist wenn man in Deutschland in einer Universität eingeschrieben ist, die mit einer mexikanischen Universität ein Kooperationsabkommen abgeschlossen hat.
Das Studium selbst ist wesentlich stärker reglementiert als in Deutschland. Eine Lehrveranstaltung einfach ausfallen zu lassen, wird nicht gerne gesehen. Selbst wenn man seinen Doktor macht, werden laut Studienplan Vorlesungen fest vorgeschrieben, die man besuchen muß. Das erste Examen oder vorläufigen Abschluß kann man nach vier Jahren machen: die Licenciatura. Nach dem Titel "Licenciado" kann man nach weiteren zwei Jahren den Titel "Maestria" hinzufügen. Danach kann man, zwei bis drei Jahre später, wenn man nicht bereits in "Arbeit und Brot" steht, noch den Titel "Doctorado" drauf setzen.
Wie schon im Kapitel "Verhalten" beschrieben, sind die Mexikaner sehr Titelverliebt und es herrscht eine regelrechte "Licenciado-Kultur". Wahrscheinlich liegt es daran, das die meisten mit diesen Titel abschließen und nur die wenigsten Geld und Zeit haben weiter zu studieren.
Die größten Universitäten des Landes sind u.a.:
- Universidad Autónoma de México (UNAM) in Mexiko-Stadt
- Universidad de Guadalajara (UdeG) in Guadalajara
- Universidad Autónoma de Nuevo León (UNAL)in Monterrey
Wer sich ausfühlich über die unterschiedlichen Aufnahmevorraussetzungen für die einzelnen Universitäten in Mexiko informieren will, kann dies auf der Homepage vom Deutschen Akademischen Austauschdienst tun oder bei der "Asociación Nacional de Universidades e Instituciones de Educación Superior" (ANUIES).
Weitere gute Info findet man, auf spanisch und englisch bei EDUMEXICO und beim "Consejo Nacional de Ciencia y Tecnología" (CONACYT), bei dem es genauso wie beim Secretaría de Relaciones Exteriores auch u.a. Plätze für ausländische Praktikanten gibt.
Wer wissen will, welche deutsche Hochschule bzw. Universität mit welcher mexikanischen Hochschule oder Universität ein sogenannte "Internationale Kooperation" hat, kann hier mal nachschauen: Hochschulkompaß - unter "Internationale Kooperation" (Kooperation nach Staaten) gibt es ein "Abfrageformular" da reicht es einfach "Mexiko" einzugeben und man bekommt 62 mexikanische Universitäten (Stand Feb. 2004) angezeigt, die deutsche Partner-Universitäten haben - (Hinweis: Unter Mexiko steht der Link: Internationale Kooperationen - hier nochmal drauf klicken!) .
Praktikum und Freiwilligendienste 
Genauso knapp wie Studienplätze sind auch Praktikumsplätze in Mexiko. Bei fast allen Praktikas muß man mindestens ein gewisses Eigenkapital für den Lebensunterhalt während des Aufenthaltes mit einbringen.
Hier ein paar Adressen, wo man sich bzgl. Praktikas in Mexiko informieren kann.
- Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Teilnehmerkreis:
Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Rechtswissenschaften, Archäologie und Museumswesen usw.
- Carl Duisberg Gesellschaft(CDG)
Teilnehmerkreis:
Fachkräfte aus den Bereichen Wirtschaft / Tourismus, Ingenieurwesen und Angewandte Technik, (Tropen-)Medizin, Architektur und Städteplanung, Land- und Forstwirtschaft sowie Archäologie und Museumswesen.
- International Association for the Exchange of Students for Technical Experience (IAESTE)
Teilnehmerkreis: IAESTE vermittelt fachbezogene Praktika an Studierende deutscher Hochschulen in den Fachrichtungen Ingenieur- und Naturwissenschaften, Land- und Forstwirtschaft.
- Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Teilnehmerkreis: Praktikums- und Arbeitsplätze innerhalb verschiedener Projekte im Umwelt- und Gesundheitsbereich, sowie im Umfeld Soziales und Bildung.
- Deutsche Komitee der AIESEC e.V.
Teilnehmerkreis: AIESEC vornehmlich Auslandspraktika für Studierende der Wirtschaftswissenschaften und Informatik.
- Internationale Auslandsvermittlung des Arbeitsamtes (Auslandsjobbörse der Bundesagentur für Arbeit)
- Europäisch-Lateinamerikanische Gesellschaft (bitte hierzu auch die Erfahrungsberichte im Forum lesen!)Vermittelt Praktikas in allen möglichen Bereichen (Mexico-City, Merida, Cuernavaca und Monterrey).
- Animo Verein für interkulturellen Austausch und Dialog mit Mexiko
- Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V. hat eine umfangreiche Datenbank zum Thema "OneWorld-Jobs" mit kurz- und längerfristigen Aufenthalten in Mexiko
- IJGD Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V.
- Informations- und Beratungsstelle zur beruflichen Aus- und Weiterbildung für Deutsche im Ausland
- InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gemeinnützige GmbH
- Zentralstelle für Auslandsschulwesen
- Schools for Chiapas Schulen für Chiapas
- Deutsche Stiftung für Internationale Entwicklung
- Deutscher Entwicklungsdienst
- VIA e.V. Verein für internationalen und interkulturellen Austausch
Arbeit
Mexiko ist kein Einwanderungsland und man wird nicht erwartet. Wer nach Mexiko für immer übersiedeln will, sollten entweder Geld oder einen Beruf mit bringen, der in Mexiko selten ist oder wofür man dort schlecht eigene Fachkräfte bekommt. Für alle Firmen in Mexiko gilt: max. 10% Ausländeranteil und es darf keine Stelle an einen Ausländer vergeben werden, wofür es nicht schon ausreichend viele mexikanische Bewerber gibt. Die zwei wichtigsten HP-Adressen, wo man sich vorab informieren sollte ist hier in Deutschland des Auswärtigen Amtes (Länderinfo) und in Mexiko vom Secretaría de Gobernación. Im Secretaría de Gobernación muß man als Ausländer jedes Jahr seine Aufenthalts- und Arbeitspapiere verlängern lassen; aber erst einmal muß man sie beantragen, was alles andere als leicht ist. Ich habe es mit und ohne Anwälte, alleine und mit Firmen bei denen ich beschäftigt war, 5 Jahre vergeblich versucht. Die Gesetzt sind viel härter gegenüber Ausländern als hier in Deutschland. Es dauert Jahre bis man ein unbegrenztes Visum bekommt und erst seit ein paar Jahren darf man als Ausländer ein Haus oder ein Grundstück kaufen oder als Eigentümer einer Firma da stehen. Früher ging alles über mexikanische "Strohmänner".
Am leichtesten ist, wenn man mit einem deutschen Arbeitgeber nach Mexiko kommt. Es gibt eine Deutsch-Mexikanische Handelskammer, die CAMEXA die ein Verzeichnis der deutschen Firmen in Mexiko hat und es gibt von dieser Handelskammer ein "Boletin", das monatlich an alle Mitglieder in Mexiko geht. Dort kann man eine Stellenanzeige reinsetzen oder selbst nach offenen Stellen Ausschau halten. Eine andere evtl. hilfreiche Stelle, eigentlich gedacht für Unternehmer, die in Mexiko ein Geschäft aufbauen wollen ist das Haus der deutschen Industrie in Mexiko.
Wer kein offizielles Arbeitsvisum (FM3) bekommt, kann zwar immer leicht "Schwarzarbeit" (bajo de agua) finden, sollte sich aber tunlichst nicht dabei erwischen lassen. In die Unternehmen kommen immer wieder, unangemeldet Beamte des Finanzamtes, die die Anzahl der Mitarbeiter und deren Papiere prüfen.
Wer erwischt wird, muß von heute auf morgen ausreisen und darf für die nächsten zwei Jahre nicht mehr nach Mexiko zurück. Jobs findet man als Deutschlehrer an privaten kleinen Sprachschulen oder als Animateur oder Aushilfe in den großen Touristenzentren.
Dies geht vielleicht eine gewisse Zeit gut, denn man sollte sich auch Gedanken machen: wie kann ich mich versichern (den die staatlichen Krankenhäuser versorgen einen nur, wenn man über eine Arbeit versichert ist oder "Cash" bezahlt), was wird mit mir im Alter, wer kann für mich bürgen (sehr wichtiger Punkt, wenn man als Ausländer eine Wohnung mietet) usw.
Wer nicht schon hier in Deutschland, in einen Unternehmen mit einer Zweigniederlassung in Mexiko beschäftigt ist, bleibt u.a. noch die die HP des
Internationale Jobvermittlung des Arbeitsamtes ZAV in Frankfurt.
Firmen die mit anderen Firmen (gleiche Branche) einen zeitlich begrenzten Austausch machen, findet man in Acambiode - Empresas que intercambian
Eine andere Möglichkeit ist eine Stellenanzeige in einer "Bolsa de Trabajo". Hier einige Links, die auch eine Art Stellenbörse "Online" sind und Stellenangebote in verschiedenen Branchen haben:
Wer sich allgemein über das Thema Arbeiten im Ausland informieren will, sollte mal ein Blick in die folgenden Bücher tun:
Weiterführende Links zum Thema:
Fernweh/Heimweh
Abschließend eine Bemerkung an alle, die noch nicht für längere Zeit in einen anderen Land gelebt haben. In keinen dieser Bücher steht etwas über das Phänomen zu lesen, was eine befällt, wenn man eine gewisse Zeit drüben lebt, nach Deutschland in Urlaub oder für endgültig zurück kommt: das Gefühl der Zerrissenheit.
Fast alle Freunde, die wie ich, längere Zeit in Mexiko gelebt haben, fühlen dies. Vorher konnte ich es mir nicht vorstellen, wie sich ein Gastarbeiter in Deutschland fühlt: Zerissen - und so wird es einen auch ergehen.
Bevor man in das Gastland kommt, findet man fast alles im eigen Land schlecht und unvollkommen und man setzt die schönsten Erwartungen in das Land in der Ferne. Alles sollte dort besser und leichter sein.
Vom Fernweh zum Heimweh - dies kommt langsam und bevor es einen richtig Bewusst wird, träumt man von "Zuverlässigkeit, Ordnung und Beständigkeit". Ist man dann wieder hier, will man "alegria, cariņo y calor". Hier hat man soziale Sicherheiten fast ohne Grenzen, dort sitzt man regelrecht auf der Straße, wenn man seinen Job verliert. Hier bekommt man seine Papiere, Dokumente usw. in einen relativ überschaubaren Zeitraum, dort bettelt und wartet man monatelang auf jede "Kleinigkeit". Hier kann man sich darauf verlassen, daß man die Sachen, die man ausleiht auch wiedersieht. Hier gibt es leckere Schokolade, Rotkohl und Klöße und dort Chiles, Romeritos, Piņatas usw. Ich habe deutsch-mexikanische Paare im Bekanntenkreis, die in den letzten zwölf Jahren schon mehrmals von hier nach drüben und wieder zurück zogen. Jeder hat irgendwo seine Wurzeln aber die Äste des Lebens und die neuen Trieb suchen beide Kulturen. Es bleibt ein Gefühl der Sehnsucht, fast einer Trauer - egal wo man sich letztendlich befindet. Wenn man könnte, würde man am liebsten in allen beiden Ländern gleichzeitig leben aber dazwischen liegt der Ozean und 12 Stunden Flug.
Etwas Spanisch sollte man schon können oder vorweg einen Kurs besuchen. Wie gut/schlecht man ist kann man hier testen:
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