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Praktikum und Arbeiten in Mexiko.

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Mexiko

Arbeiten in Mexiko
 

 

Viele Menschen fliegen nicht nur nach Mexico, um dort ihren Urlaub zu verbringen, sondern möchten etwas länger als ein paar Wochen dort bleiben. Neben den gültigen Einreisebedingungen, sollte man folgendes wissen:
 
  

Praktikum und Freiwilligendienste

 
Genauso knapp wie Studienplätze sind auch Praktikumsplätze in Mexiko. Bei fast allen Praktikas muß man mindestens ein gewisses Eigenkapital für den Lebensunterhalt während des Aufenthaltes mit einbringen.
Hier ein paar Adressen, wo man sich bzgl. Praktikas in Mexiko informieren kann.
 
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Teilnehmerkreis: Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Rechtswissenschaften, Archäologie und Museumswesen usw.

Carl Duisberg Gesellschaft(CDG)
Teilnehmerkreis: Fachkräfte aus den Bereichen Wirtschaft / Tourismus, Ingenieurwesen und Angewandte Technik, (Tropen-)Medizin, Architektur und Städteplanung, Land- und Forstwirtschaft sowie Archäologie und Museumswesen.

International Association for the Exchange of Students for Technical Experience (IAESTE)
Teilnehmerkreis: IAESTE vermittelt fachbezogene Praktika an Studierende deutscher Hochschulen in den Fachrichtungen Ingenieur- und Naturwissenschaften, Land- und Forstwirtschaft.

Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH
Teilnehmerkreis: Praktikums- und Arbeitsplätze innerhalb verschiedener Projekte im Umwelt- und Gesundheitsbereich, sowie im Umfeld Soziales und Bildung.

Deutsche Komitee der AIESEC e.V.
Teilnehmerkreis: AIESEC vornehmlich Auslandspraktika für Studierende der Wirtschaftswissenschaften und Informatik.

Internationale Auslandsvermittlung des Arbeitsamtes (Auslandsjobbörse der Bundesagentur für Arbeit)

Europäisch-Lateinamerikanische Gesellschaft (bitte hierzu auch die Erfahrungsberichte im Forum lesen!)Vermittelt Praktikas in allen möglichen Bereichen (Mexico-City, Merida, Cuernavaca und Monterrey).

Animo Verein für interkulturellen Austausch und Dialog mit Mexiko

Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V. hat eine umfangreiche Datenbank zum Thema "OneWorld-Jobs" mit kurz- und längerfristigen Aufenthalten in Mexiko

IJGD Internationale Jugendgemeinschaftsdienste e.V.

Informations- und Beratungsstelle zur beruflichen Aus- und Weiterbildung für Deutsche im Ausland

InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gemeinnützige GmbH

Zentralstelle für Auslandsschulwesen

Schools for Chiapas Schulen für Chiapas

Deutsche Stiftung für Internationale Entwicklung

Deutscher Entwicklungsdienst

VIA e.V. Verein für internationalen und interkulturellen Austausch


 

 

Arbeit

 
Mexiko ist kein Einwanderungsland und man wird nicht erwartet. Wer nach Mexiko für immer übersiedeln will, sollten entweder Geld oder einen Beruf mit bringen, der in Mexiko selten ist oder wofür man dort schlecht eigene Fachkräfte bekommt. Für alle Firmen in Mexiko gilt: max. 10% Ausländeranteil und es darf keine Stelle an einen Ausländer vergeben werden, wofür es nicht schon ausreichend viele mexikanische Bewerber gibt.
 
Die zwei wichtigsten HP-Adressen, wo man sich vorab informieren sollte ist hier in Deutschland des Auswärtigen Amtes (Länderinfo) und in Mexiko vom Secretaría de Gobernación. Im Secretaría de Gobernación muß man als Ausländer jedes Jahr seine Aufenthalts- und Arbeitspapiere verlängern lassen; aber erst einmal muß man sie beantragen, was alles andere als leicht ist. Ich habe es mit und ohne Anwälte, alleine und mit Firmen bei denen ich beschäftigt war, 5 Jahre vergeblich versucht.

Die Gesetzt sind viel härter gegenüber Ausländern als hier in Deutschland. Es dauert Jahre bis man ein unbegrenztes Visum bekommt und erst seit ein paar Jahren darf man als Ausländer ein Haus oder ein Grundstück kaufen oder als Eigentümer einer Firma da stehen. Früher ging alles über mexikanische "Strohmänner". Am leichtesten ist, wenn man mit einem deutschen Arbeitgeber nach Mexiko kommt. Es gibt eine Deutsch-Mexikanische Handelskammer, die CAMEXA die ein Verzeichnis der deutschen Firmen in Mexiko hat und es gibt von dieser Handelskammer ein "Boletin", das monatlich an alle Mitglieder in Mexiko geht. Dort kann man eine Stellenanzeige reinsetzen oder selbst nach offenen Stellen Ausschau halten.
 
Eine andere evtl. hilfreiche Stelle, eigentlich gedacht für Unternehmer, die in Mexiko ein Geschäft aufbauen wollen ist das Haus der deutschen Industrie in Mexiko. Wer kein offizielles Arbeitsvisum (FM3) bekommt, kann zwar immer leicht "Schwarzarbeit" (bajo de agua) finden, sollte sich aber tunlichst nicht dabei erwischen lassen. In die Unternehmen kommen immer wieder, unangemeldet Beamte des Finanzamtes, die die Anzahl der Mitarbeiter und deren Papiere prüfen. Wer erwischt wird, muß von heute auf morgen ausreisen und darf für die nächsten zwei Jahre nicht mehr nach Mexiko zurück. Jobs findet man als Deutschlehrer an privaten kleinen Sprachschulen oder als Animateur oder Aushilfe in den großen Touristenzentren.

Dies geht vielleicht eine gewisse Zeit gut, denn man sollte sich auch Gedanken machen: wie kann ich mich versichern (den die staatlichen Krankenhäuser versorgen einen nur, wenn man über eine Arbeit versichert ist oder "Cash" bezahlt), was wird mit mir im Alter, wer kann für mich bürgen (sehr wichtiger Punkt, wenn man als Ausländer eine Wohnung mietet) usw. Wer nicht schon hier in Deutschland, in einen Unternehmen mit einer Zweigniederlassung in Mexiko beschäftigt ist, bleibt u.a. noch die die HP des Internationale Jobvermittlung des Arbeitsamtes ZAV in Frankfurt.
 
Firmen die mit anderen Firmen (gleiche Branche) einen zeitlich begrenzten Austausch machen, findet man in Acambiode - Empresas que intercambian. Eine andere Möglichkeit ist eine Stellenanzeige in einer "Bolsa de Trabajo".

 


Fernweh/Heimweh

 
Abschließend eine Bemerkung an alle, die noch nicht für längere Zeit in einen anderen Land gelebt haben. In keinen dieser Bücher steht etwas über das Phänomen zu lesen, was eine befällt, wenn man eine gewisse Zeit drüben lebt, nach Deutschland in Urlaub oder für endgültig zurück kommt: das Gefühl der Zerrissenheit.
 
Bevor man in das Gastland kommt, findet man fast alles im eigen Land schlecht und unvollkommen und man setzt die schönsten Erwartungen in das Land in der Ferne. Alles sollte dort besser und leichter sein. Vom Fernweh zum Heimweh - dies kommt langsam und bevor es einen richtig Bewusst wird, träumt man von "Zuverlässigkeit, Ordnung und Beständigkeit". Ist man dann wieder hier, will man "alegria, cariño y calor". Hier hat man soziale Sicherheiten fast ohne Grenzen, dort sitzt man regelrecht auf der Straße, wenn man seinen Job verliert. Hier bekommt man seine Papiere, Dokumente usw. in einen relativ überschaubaren Zeitraum, dort bettelt und wartet man monatelang auf jede "Kleinigkeit". Hier kann man sich darauf verlassen, daß man die Sachen, die man ausleiht auch wiedersieht. Hier gibt es leckere Schokolade, Rotkohl und Klöße und dort Chiles, Romeritos, Piñatas usw.

Ich habe deutsch-mexikanische Paare im Bekanntenkreis, die in den letzten zwölf Jahren schon mehrmals von hier nach drüben und wieder zurück zogen. Jeder hat irgendwo seine Wurzeln aber die Äste des Lebens und die neuen Trieb suchen beide Kulturen. Es bleibt ein Gefühl der Sehnsucht, fast einer Trauer - egal wo man sich letztendlich befindet. Wenn man könnte, würde man am liebsten in allen beiden Ländern gleichzeitig leben aber dazwischen liegt der Ozean und 12 Stunden Flug. Etwas Spanisch sollte man schon können oder vorweg einen Kurs besuchen.
 
 
 

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