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Einwanderung in Mexiko bzw. Auswandern nach Mexiko.

Mexiko

Einwanderung



Mexiko ist eines der wenigen Länder, das erst einmal alle willkommen heißt, unabhängig von Rasse oder Religion. In der Tat sind die legalen Formalitäten, verglichen mit Ländern wie z. B. den USA, eine Kleinigkeit. Grundsätzlich will der Staat nur sichergehen, dass der Einwandernde seinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreiten kann, sei dies durch Rente aus der Heimat, ein Arbeitsverhältnis in Mexiko oder durch Firmengründung mit dem notwendigen Startkapital vor Ort.

Mexiko hat schließlich kein Sozialnetz, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Hier gibt es kein Harz IV. Wer keine Arbeit hat, hat nicht einmal eine gesetzliche Krankenversicherung. Ohne eine Familie, die einen versorgt, hat man in so einem Fall mal eben kein Essen auf dem Tisch. Meist hat man dann nicht mal einen Tisch.

Wenn eine der drei genannten Bedingungen (Rente, Arbeit oder Firma) vorhanden sind, dann beantragt man seine FM-3 bei der Einwanderungsbehörde, dem INM (Instituto Nacional de Migración). Es empfiehlt sich, einen der vielen Rechtsanwälte zu beauftragen, die anbieten, die entsprechenden Formalitäten für einen zu erledigen. Selbst wenn man fließend Spanisch spricht, sind die langen Schlangen und damit verbundenen Wartezeiten eine erste Bewährungsprobe für die eigenen Nerven. Wer einen Arbeitgeber hat, dem wird meist die FM-3 über die Personalstelle der Firma beantragt.

Die FM-3 erlaubt einem, die angegebene Tätigkeit für ein Jahr auszuüben. Die Verlängerung ist problemlos. Jeder Wechsel des Arbeitgebers, Wohnanschrift oder autorisierter Tätigkeit ist der Einwanderungsbehörde zu melden. Nach fünf Verlängerungen, sprich nach fünf Jahren, beantragt man die FM-2. Dies ist ein weiterer Schritt in der Einbürgerung. Nach weiteren fünf Verlängerungen der FM-2 bekommt man Residentenstatus. Danach ist man permanent eingebürgert und darf jede Tätigkeit ausüben, solange sie nicht illegal ist. Dies ist nicht zu verwechseln mit der mexikanischen Staatsbürgerschaft! Als permanenter Resident hat man die gleichen Rechte wie ein Mexikaner mit der Ausnahme der Wahlbeteiligung. Als Ausländer darf man nicht an der Politik teilnehmen.

Aber das sind nur die Legalitäten. Viel wichtiger ist es, sich vor Augen zu halten, dass es eine Sache ist, in Mexiko Urlaub zu machen. Eine ganz andere Sache ist es, hier zu leben. Der Rhythmus in den großen Städten wie z. B. Guadalajara oder Mexiko Stadt ähnelt noch ein wenig dem, was wir Deutschen gewohnt sind. Natürlich bevorzugen die Meisten, sich in den Urlaubsorten niederzulassen, dort wo es postkartenreife Landstriche und Strände zu genießen gibt. Das Klima ist hier viel entspannter, allerdings in jeder Hinsicht. Terminvereinbarungen sind in der Regel lose Orientierungspunkte. „Mañana“ (= morgen) heißt noch lange nicht, dass etwas am nächsten Tag erledigt ist. Wer keine Geduld für die Kultur hat, der wird seines Lebtags nicht glücklich in einem mexikanischen Urlaubsort.

Wer das verinnerlicht hat und sich entsprechend anpasst, der kann das Paradies auf Erden finden. Mexikaner sind hilfsbereite und offene Menschen. Selbst wenn sie einen nicht verstehen, bemühen sie sich einem weiterzuhelfen. Im Gegensatz zum deutschen Sprachgebrauch, sind die Anwendung von „bitte“ (= por favor) und „danke“ (= gracias) gang und gäbe. Betritt man ein Geschäft, grüßt man auch entsprechend der Tageszeit mit „guten Morgen“ (= buenos días), „guten Tag“ (= buenas tardes [nach 12.00 Uhr]) oder „guten Abend“ bzw. „gute Nacht“ (= buenas noches). Verlässt man ein Geschäft bedankt man sich, wenn man sich verabschiedet.

Wie es mir bei meiner, offen gestanden ungewöhnlichen, Einwanderung ergangen ist, können Sie in meinem Buch „Meine Seite der Wahrheit“ erfahren. Auf meiner Webseite www.meine-seite-der-wahrheit.com finden Sie u. a. eine Leseprobe.