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Die Einwohner Mexikos sind ein buntes Volk u.a. aus Mestizen, Indigenen und Europäern.

Mexiko

Einwohner

 
 
Mexikos Bevölkerung ist relativ heterogen. Es ist schwer genau Zahlen zu nennen, da Mexico zu den Ländern gehört, in dem sich die unterschiedlichen Einwohnergruppen und ethnischen Völker stark vermischt haben. Heute sind ca. 60 % der Mexikaner und Mexikanerinnen sogenannt Mestizen. Die übrigen verteilen sich auf Indigene und Europäischstämmige (meist Spanier, aber auch Italiener, Franzosen, Deutsche -besonders Mennoniten), sowie einige wenige Einwohner mit Wurzeln aus Afrika. Noch geringer sind Bevölkerungsanteile mit Abstammung aus Asien bzw. dem arabischen Raum.
 
Insbesondere beim Anteil der indigenen Bevölkerung gehen die Statistiken weit auseinander und reichen von 30 % - 7 %. Mit einer Bevölkerung von 113 Mio. Menschen nimmt Mexiko den 11. Weltrang ein. Es ist im Übrigen das Land mit der größten spanischsprechenden Bevölkerung. Kaum neun Monate nachdem der erste Spanier Mexiko betrat gab es die ersten Mestizen in Mexiko. Neben den unzähligen unbekannten Soldaten, die sich Indianische Frauen mit mehr oder weniger Gewalt nahmen, gibt es auch eine Reihe von romantischen Geschichten.

So verliebte sich der Conquista Gonzalo Guerrero, der 1511 die Halbinsel Yucatan betrat, in die Mayaprinzessin Zazil Há und nahm sie zur Frau. Mit ihr hatte er zwei Söhne, die offiziell als die ersten Mestizen Mexikos gezählt werden. Auch der Eroberer Hernán Cortés hatte mit seiner Dolmetscherin und Geliebten Malinche einen gemeinsamen Sohn. Diese Kinder der ersten Generation, hatten im Gegensatz zu gemischtrassigen Kindern aus den portugiesischen und englischen Kolonien, die volle Akzeptanz des spanischen Mutterlandes. Die die Vermischung nicht nur duldete sondern zum Teil sogar förderte.

Wenn man davon absieht, daß der Größtteil der indianischen Bevölkerung im Land fast ausgerottet wurde, waren Indianer (besonders die adliger Abstammung) eine Sensation in Spanien. Eine Reihe von Azteken- und Mayaprinzessinnen gingen mit ihren spanischen Ehemännern auch nach Spanien.
Trotz der vielen Mischungen ist Mexiko immer noch ein Land mit der größten Vielfalt an Indianerstämme in ganz Lateinamerika. Alleine was die Sprachen betrieft, unterscheidet man 84 Indianerstämme, wobei die einzelnen Stämme wieder sich in verschiedene Untergruppen unterteilen. Seit einigen Jahren bemüht sich die mexikanische Regierung darum, das die Kinder neben der spanischen Sprache ihre eigene pflegen und richten dafür spezielle Unterrichtstunden in den Schulen der verschiedenen Regionen ein.

Laut letzter Statistischen Erhebung im Jahre 2000 ist der Anteil der Indianischsprachigen Bevölkerung wieder leicht angestiegen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung, der neben Spanisch noch seine eigene Indianische Sprache spricht lebt im Süden und Südosten von Mexiko.
 
Trotz allen, daß die spanisch- (bzw. europäisch)-stämmigen Einwohner stets eine Minderheit waren und sind, haben sie stets einen überdurschnittlichen Anteil an Einfluss im Land. dies gilt auch für die Welt der Medien. In diesem Kontext ist es erstaunlich, daß der Zapoteke (aus Oaxaca) Benito Juárez es einst als einzigster Indianer 1858 bis zum Präsidentenamt geschaft hatte. Im Gegensatz zum heutigen Europa, wo Menschen auf die Sonnenbank gehen um gesunde Bräune zu erhalten, ist in Mexiko das Schönheitsideal immer noch hell. Erst langsam scheint sich dies zu ändern. Wie in anderen Ländern Lateinamerikas wächst langsam das Selbstbewusstsein der Indianer, dies erkennt man regional auch an einem stärkeren Gebrauch der traditionellen Sprachen.