
Zu Lateinamerika zählen die Spanisch- und Portugiesischsprachigen Staaten Amerikas.
Mit dem Begriff Lateinamerika werden die Spanisch- und Portugiesischsprachigen Staaten Amerikas von den Englisch- und Französischsprachigen Ländern unterschieden. Teilweise wird der Begriff auch weiter gefasst und Länder wie Belize oder Jamaika, die englischsprachig sind, hinzugezählt. Insbesondere in den USA ist man da nicht immer so genau.
Die Staaten Lateinamerikas befinden sich in Nordamerika (Mexiko), Mittelamerika (Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama), der Karibik (Dominikanische Republik, Kuba, Puerto Rico) und Südamerika (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Peru, Uruguay, Venezuela).
Der Begriff "Latein" bezieht sich auf den romanischen Sprachen zugrundeliegende Latein und signalisiert Spanisch und Portugiesisch in diesem Zusammenhang. Dominante Sprachen in den lateinamerikanischen Staaten sind Portugiesisch (als Brasilianische Variante) und Spanisch (Castellano; in allen anderen Staaten). Daneben werden noch Englisch, Deutsch und Italienisch vereinzelt gesprochen. Deutsch findet man noch in Süd-Brasilien, Chile und in einigen Siedlungen Paraguays, Argentiniens und Venezuelas. Oft sind die Deutschsprachigen Mennoniten, die einen eigenen Dialekt sprechen, die Messen aber in Hochdeutsch abhalten.
Italienisch ist besonders noch in Argentinien und Uruguay verbreitet, zumal diese Länder die Italiener als stärkste Einwanderergruppe haben. Allen Ländern der Region ist gemein, dass sich mit deutlicher Mehrheit römisch-katholisch geprägt sind, wobei in den letzten Jahren auch protestantische Kirchen und Freikirchen Zuwächse verzeichnen.
Politisch arbeiten viele lateinamerikanische Staaten eng zusammen, u.a. im Mercosur und der OAS (Organisation amerikanischer Staaten) aber auch auf bilaterialer Ebene.
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