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Details zu dem Volk der Mayas und ihrer historischen Bedeutung sowie zu Chichen Itza.

Mexiko

Mayas

 

Die Mayas gehörten zu den bekanntesten indigenen Völkern des prähispanischen Amerikas und herrschten während Ihrer Blütezeit über weite Teile Mittelamerikas. Die ersten getreppten Tempelpyramiden erbauten die Maya auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán und dem Petén-Waldes Guatemalas. Von hieraus breitete sich das Mayareich über das Tiefland Chiapas und Tabasco in Mexiko, Nordguatemala, Belize und einen kleinen Teil Honduras aus. Die höchste Zivilisationsblüte erreichten die Mayas in den nördlichen und zentralen gebieten. Das einstige Maya-Reich bestand aus ca. 50 Kleinstaaten und erreichte in etwas eine Fläche so groß wie Deutschland.

Berühmt sind die Maya besonders wegen ihrer kulturellen Errungenschaften. Um die hohe Bevölkerungszahl mit ausreichend Nahrungsmittel zu versorgen, entwickelten die Maya einen gut organisierten Anbau von Mais. Dafür entwarfen Sie ein aufwändiges Bewässerungssystem und bauten kleine Stauseen, um für die Trockenzeit genügend Wasser zu sammeln. Beeindruckt haben die Maya außerdem durch ihre Mathematik und den hochentwickelten Kalender.

Eine typische Mayastadt bildete einen politischen, religiösen und wirtschaftlichen Mittelpunkt für die umliegenden bäuerlichen Dörfer. Viele der Bauwerke haben den Verfall des einst mächtigen Mayareiches als Ruinen überdauert und zählen heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Mexikos. Besonders bekannt sind die Ruinen von Chichén Itzá und Palenque:

Chichén Itzá ist die berühmteste und am besten restaurierte Mayastätte Yucatáns. Sie befindet sich östlich von Mérida und gehörte der späten Maya-Kultur an. Mit einer Fläche von 1547 Hektar, ist Chichén Itzá die ausgedehnteste Mayastätte auf der Halbinsel Yucatán. Den Mittelpunkt der Stadt bilden monumentale Repräsentationsbauten mit religiös-politischen Hintergrund, die von Wohnkomplexen der Oberschicht gesäumt wurden. Einzigartig ist Chichén Itzá aufgrund der verschiedenen Architektursilen, die hier parallel auftreten. Diese Mayastätte spielte höchstwahrscheinlich in der Vergangenheit eine überregional bedeutende Rolle, die allerdings bisher nicht geklärt werden konnte. Im Jahr 1988 wurde Chichén Itzá von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Auch die alte Mayastadt Palenque ist mit ihrer schönen Architektur und traumhaften Lage im Urwald des heutigen Bundesstaates Chiapas einen Besuch wert.  Durch die vielen intakten Hieroglyphen auf den Mauern, konnten hier die Entdecker viel über die Geschichte der Maya erfahren. Diese berichten von Dynastien, Eroberungen, Reichtum und Untergang. Palenque ist außerdem durch die sensationelle Entdeckung des Sarkophags von König Pacal berühmt. Auch diese Mayastätte wurde 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Es gibt viele weitere alte Mayastädte, die die Besucher magisch anziehen. Noch heute spürt man die Macht, die einst diese prachtvollen Bauwerke ausgestrahlt haben. Weitere bekannte Mayastätten sind unter anderem: Uxmal, Tulúm, Cobá, Calakmul und Edzná in Mexiko, sowie Tikal in Guatemala und Caracol in Belize.