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Tipps zum Umgang mit der Polizei in Mexiko.

Mexiko

Polizei

 
 
So lange man die Polizei, auf der Straße nach einer Adresse fragt, sind sie recht freundlich und hilfsbereit aber wehe dem, man läßt sich von ihnen bei einem Verkehrsdelikt erwischen. Dann sollte man möglichst die Nerven behalten und recht freundlich ihnen, in allem recht geben, auch wenn es nicht so ist. Wenn man "Glück" hat, wird man sich sogar relativ "unproblematisch" auf einen Preis einigen könne, der unter dem eigentlichen Strafmandat liegt. Dies sollte man aber nur sehr diskret ansprechen, wenn es nicht von Anfang an vom Polizisten angeboten wird und auch nur, wenn man sehr gut Spanisch spricht.

"La Mordida" das Schmiergeld hat in Mexiko viele Namen: recompensa, Belohnung, regalo, Geschenk, crema de mano, Handsalbe oder mordida, Biß. Die Strafmandate (mit Quittung!) für Verkehrsdelikte sind meist sehr teuer und man wundert sich, warum die Mexikaner meist mehr nach ihren Gefühl, als nach dem Verstand oder den Verkehrsregeln fahren. Auf den Bundesstrassen, auf der Autobahn oder in der Provinz ist es eigentlich nicht so gefährlich (was den Straßenverkehr betrieft) aber in der Hauptstadt sollte man besser nicht fahren, es sei den man hat schon viele Erfahrung in Südeuropa sammeln können.
 
Wenn man bestohlen wird, sollte man immer in Begleitung, das nächste Polizeirevier aufsuchen (für die Versicherung braucht man den Nachweis der Anzeige) und dann möglichst von einer Person die gut Spanisch spricht. Als Frau sollte man niemals alleine oder mit einer Freundin, nachts in ein Polizeirevier gehen. Ich mußte schlimmes hören, was zwei Touristinnen passierte, die kurz vor Mitternacht einen Diebstahl dort meldeten.
 
Immer öfters sieht man auch Polizistinnen und obwohl, sie genauso schlecht bezahlt werden, wie ihre männlichen Kollegen haben sie einen besseren Ruf. Sie nehmen ihren Beruf sehr ernst und haben noch so etwas wie "Veranstwortungsbewustsein". Meist tragen sie die blaue Uniform, der Polizei zum Schutz der öffentlichen Sicherheit. Polizisten in brauner Uniform sind für den Straßenverkehr verantwortlich. Wenn sie nicht gerade Streife fahren, sind sie wirklich nicht zu beneiden - besonders in der Hauptstadt, müssen sie stundenlang, als zusätzliche Verstärkung (zur Ampel - auf die niemand achtet) den Verkehr regeln.
 
Seit Dezember 2002 gibt es auch eine ganz besondere Polizeitruppe in Mexico City, die sich "policía 'Charra'" nennt. Dabei handelt es sich um 30 ausgebildete Polizeipferde, der Rasse Azteca und 40 Polizisten in Uniformen, die im Stil der Charros nachempfunden wurden. Da diese 40 Polizisten über relativ gute Englischsprachkenntnisse verfügen, sollen sie neben ihren üblichen Aufgaben, Touristen auf den richtigen Weg bringen und das Image der Polizei in Mexiko wieder etwas aufwerten.

Diese Polizeitruppe wird man überwiegend rund um den Alameda Park, Bellas Artes und dem Historischen Zentrum zu sehen bekommen. Bei ihrer Einführung am 09. Dezember 2002 wurden sie nicht nur von ausländischen Touristen begeistert aufgenommen. Viele Mexikaner bringen ihnen (alleine schon wegen ihrer Charro-Uniform und der Pferde) eine gewisse Begeisterung entgegen. Nicht gerade billig ist diese spezielle Polizei-Einheit, alleine die Tracht eines jeden Polizisten kostet um die 400 USD und der Sattel noch mal 800 USD.

Vereinzelt gab es auch schon "Klagen" zu hören, daß die Pferde so ab und zu etwas fallen lassen, das noch etwas strenger als die Autoabgase der fast 25 Millionenmetropole riecht. Wer sich etwas ausfühlicher mit den Thema Charro befassen möchte kann dies hier und und über die Pferde der Rasse Azteca hier (auf deutsch) und hier (auf spanisch) tun. Diese Pferde mit den Namen "Caballo Azteca" sind eine wunderbare Mischung aus Andalusier und Nordamerikanischen Quarter Horse.