Rezepte aus Mexiko

Capirotada   

Ein typisches Gericht der Osterwoche ist die Capirotada. Es gibt unzählige Variationen dieses süßen Auflaufes aber sie sind alle mal sehr lecker.- Hier das Rezept was unter den Namen Caprotada de San Marcos bekannt ist!

  • 3 Tassen Milch
  • 2 Eier (Eiklar und Eigelb trennen)
  • Biskuitboden (panqué comercial)
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1 TL Stärkemehl
  • 100 g Rosinen
  • Zitronenkristalzucker
  • 3/4 Tasse fein gehackte Mandeln
  • 20 halbierte Erdbeeren
  • 4 TL Puderzucker

Den Zucker in 2 Tassen Milch verrühren und aufkochen lassen. Währenddessen die Speisestärke in 1 Tasse Milch auflösen und das Eigelb hinzufügen und alles gut durchschlagen.
Die aufgekochte Milch-Zuckermischung vom Herd nehmen. Die Milch mit dem Eigelb und der aufgelösten Speisestärke hinzufügen und noch mal unter ständigen rühren kochen lassen, bis die Masse eindickt.
Topf vom Herd nehmen und die Masse kräftig durchschlagen. Abkühlen lassen und immer wieder mal durchrühren, damit sich keine Haut auf der Oberfläche bildet.
Auflaufform einfetten und Biskuitboden (alternativ auch süßer Platz mögl.) auslegen. Rosinene, Zitronenkristalzucker,Mandeln und Erdbeeren darüber geben und anschließend die Creme. Diese Kappen zweimal wiederholen, so daß oben noch ein zwei Finger hoher Rand frei bleibt.
Eiweiß zu Eischnee schlagen und zum Abschluß auf in die Form bringen. Alles 10 Minuten bei 190° im Ofen backen. Abkühlen lassen und mit Erdbeeren usw. dekorieren.



Pan de muertos   

Allerheiligen ohne "Pan de Muertos", das Totenbrot für die Lebenden und Toten Seelen -undenkbar. Es wird auf die Altäre gelegt oder frisch gegessen. Wer es nicht selbst backt bekommt es die Tage vor Allerseelen überall in den Bäckereien zu kaufen.

  • 1 1/2 Tassen Mehl
  • 1/2 Tasse Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 1 TL gemahlener Anis
  • 1 Pck. Trockenhefe oder ein Würfel Frischhefe
  • 1/2 Tasse Milch
  • 1/2 Tasse Wasser
  • 1/2 Tasse Butter
  • 4 Eier
  • 3 bis 4 Tassen Mehl

Aus der 1 1/2 Tasse Mehl, dem Zucker, dem Salz und dem gemahlenen Anis bereitet man einen Vorteig. Hierfür werden diese Zutaten vermischt und eine Mulde in die Mitte gedrückt, in die die Hefe kommt. Milch und Wasser werden kurz erhitzt und die Butter darin aufgelöst. Dann schüttet man langsam die warme Flüssigkeit auf die Hefe und mischt sie erst vorsichtig, dann kräftig mit dem Mehl.
Diesen Vorteig läßt man circa eine viertel Stunde an einen warmen Ort (Topf mit einen Handtuch abdecken) gehen.
In der Zwischenzeit die Eier aufschlagen und kräftig rühren und zu den aufgegangenen Vorteig geben. Abschließend wird so viel von den restlichen Mehl hinzu gefügt und verknetet, daß man mit den Händen runde Brotlaibe formen kann. In der Regel sind das meist 4 bis 5 Tassen Mehl, abhängig von der größe der Eier und der Flüssigkeit.
Einen Teil des Teiges zur Seite legen und daraus die gekreuzten "Knochen" formen und auf die runden Brotlaibe drücken.
Die Brotlaibe, abgedeckt auf einem Blech nochmal eine viertel bis eine halbe Stunde an einen warmen Ort gehen lassen. Anschließen bei 175 bis 180°C auf mittlerer Schiene 40 Minuten backen. Wenn sie eine braune Farbe bekommen mit Alufolie abdecken. Kurz bevor man sie raus nimmt, werden die Brotlaibe mit lauwarmen Wasser abgepinselt. Wenn sie dann nach 2 bis 3 Minuten raus genommen werden, kann man sie noch mit Kristal oder Puderzucker bestreuen.


Pollo en Mole Hähnchen in Mole (Schokoladensoße)   

Für gewöhnlich ist die Zutatenliste des "Pollo en Mole" ellenlang, da die Soße aus unzählichen Zutaten erstellt wird. Zum Glück aber gibt es in Mexiko und jetzt auch hier im Mexikanischen Lebensmittelhandel ,
Soßenwürfel oder Mole-Konzentrat in Gläsern oder Schachteln, die einen, eine Menge Arbeit abnehmen. Zutaten:

  • Hähnchenkeulen oder Hähnchenbrust
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Tomate
  • 2 EL Mole-Konzentrat oder 4-6 Knorr Mole-Würfel
  • etwas Honig oder Zucker
  • Soßenbinder
  • Texicana von Maggi

Kerne der Tomate entfernen und dann kleinwürfeln, ebenso die Zwiebel. Die Hähnchenteile in eine tiefe Pfanne anbraten und Zwiebelwürfel hinzufügen und glasig bis leichtbraun werden lassen. Tomaten dazu und kurz mitbraten und dann das ganze soweit mit Wasser oder Suppenbrühe aufgießen, daß das Hähnchen knapp bedeckt ist.
Je nach Konsistenz und dicke der Soße gibt man jetzt wahlweise 3 bis 4 Soßenwürfel oder 2 bis 3 EL Paste aus dem Glas (Doña Maria) hinzu und löst sie auf. Ich verwende hierzu meist eine Gabel, mit der ich die Soßenwürfel gegen den Pfannenboden reibe.
Wenn sich die Soßenwürfel vollständig aufgelöst haben schmecke ich das ganze mit ein einen Löffel Honig und ein paar Löffeln Texicana ab (immer wieder mal probieren).
Sollte die Soße zu flüssig erscheinen, gebe ich so viel Soßenbinder hinzu bis sie die richtige Konsistenz hat - hier aber Vorsicht, erst aufkochen lassen und dann wieder etwas hinzugeben, sonst wird die Soße fest.
Über das ganze kommt der Deckel drauf und ich lasse alles bei geringer Hitze noch ungefähr 20 Minuten auf dem Herd stehen.
Serviert wird das Hähnchen mit einer Portion Reis mit angebratenen Kochbananen, die man zuvor in Scheiben geschnitten in flüssiger Butter anbrät. Kochbananen bekommt man beim Asiaten und Texicana im Supermarkt, nur die Mole muß man sich entweder aus Mexiko mitbringen lassen oder man bekommt sie auch im Mexikanischen Lebensmittelhandel .
Wer sich zu sehr mit den Gedanken befaßt, das Mole aus Schokolade gemacht wird, hat vielleicht beim ersten mal etwas bedenken, die Soße zu probieren aber selbst Freunde, die sonst nur bodenständig, typisch Deutsch kochen, hatten nach dem Ersten-Mal doch so viel Gefallen an der Mole gefunden gehabt, daß sie Mole sogar mit Frikadellen später mal gemacht hatten - Deutsch-Mexikanischer Eßkultur-Schock.
Dazu fällt mir aber ein, daß in Mexiko eine Freundin zu meinen Rheinischen Sauerbraten kräftig Chilisoße schüttete, die zufällig auf dem Tisch stand. In solchen Fällen denke ich: Jeden nach seinen Geschmack, Hauptsache es schmeckt!



Chiles en Nogada (Chiles in Walnußsauce)   

Ein Rezept, daß meiner Meinung nach tierisch viel Arbeit macht aber es lohnt sich. Zubereitet und gegessen wird es überwiegend im Herbst, besonders am Nationalfeiertag, den 16. September. Es ist ein Saisongericht, da man für Chiles en Nogada Granatäpfel und Walnüsse benötigt und diese erst im September auf dem Markt kommen.

Jede Familie, jede Region hat ihre eigene Variante diese Gericht zu machen aber ich versuche hier einen Mittelweg bei den Zutaten einzugehen. Unter Optional werden die Zutaten stehen, die nicht immer rein gemacht werden aber auch nach Geschmack variiert werden können.
Anstatt der großen Chileschoten (Chiles Polanos) kann man ersatzweise grüne Paprika verwenden (nur ein mittelmäßiger Ersatz aber leider bekommt man hier keine großen Chileschoten).

  • 12 große Chiles poblanos
  • 1 Granatapfel, glatte Petersilie

    Füllung:
  • 600 - 750 g Schweinegehacktes (kann auch Halb-und Halb sein)
  • 1 Zwiebel, 2 - 3 Knoblauchzehen (in kleine Würfel gehackt)
  • Flüssige Butter oder Öl
  • 3 geschälte und gehäutete Tomaten (ersatzweise 1 Dose gehäuteter Tomaten)
  • 50-60 g Rosinen
  • 50-100 g gehäutete und gehackte Mandeln
  • 2 Pfirsiche (gehäutet und feingehackt)
  • 1-2 Äpfel (geschält und feingehackt)
  • 1 Birne (geschält und feingehackt)
  • 1 Kochbanane (feingehackt)
  • Salz und Pfeffer
    Optional (Menge oder Variation nach Geschmack)
  • 2 feingehackte Oliven
  • 30 g gehackte Pinienkerne
  • 2 TL gehackte Petersilie
  • ½ TL Zimt
  • ¼ TL Kadamon

In Mexiko werden die Chileschoten kurz über dem Feuer (Gasherd) angebrannt, anschließend in eine Plastiktüte gewickelt und nach einer halben Stunde wieder raus genommen und die Haut abgeschält. Mit den Paprikas kann man ähnlich verfahren und wenn man nicht mit dem Feuer "spielen" will geht es auch in einer trockenen Pfanne die auf höchster Stufe auf der E-Herdplatte steht (Paprika gegen en Pfannenboden drücken) - so läßt sich auch die Haut der Paprika. Stielansatz vorsichtig herausschneiden und alle Kerne entfernen (Stielansatz wird später wieder aufgesetzt)

In einer Pfanne das Fett (flüssige Butter oder Öl) erhitzen, Zwiebel kurz andünsten, gehackte Knoblauchzehen hinzu (nicht zusammen mit den Zwiebel, sonst werden sie Schwarz), Hackfleisch hinzufügen und anbraten lassen (von nun an immer wieder rühren). Die geschälten und gehäuteten Tomaten feinhacken (2-3 Tassen) und hinzufügen und umrühren. Das ganze 2-3 Minuten kochen lassen und dann alle anderen Zutaten in diese Mischung geben. Etwa 10 Minuten weiterkochen (bzw. bis die Flüssigkeit verkocht ist)
Die abgekühlten und gehäuteten Chileschoten mit der Hackfleischmischung füllen und jeweils in einen Teller mit Mehl wenden. Wenn sie gleichmäßig mit einer feinen Mehlschicht überzogen sind durch eine Ei-Mischung ziehen. Für diese Ei-Mischung schlägt man zuerst das Eiweiß steif und hebt anschließend das mit Salz verquirlte Eigelb drunter.
In einer hohen Pfanne die mind. 1 cm mit heißen Maiskeimöl oder anderem Fett gefüllt ist, die Chiles paarweise braun fritieren. Anschließend werden sie auf ein Küchenpapier zum abtropfen gelegt.

    Nogada (Walnußsoße):
  • 500 g gehackte Walnüsse (optional ½ feingehackte Mandeln)
  • 125 - 150 g milder Feta
  • 250 ml Creme-Fraiche
  • 250 ml Milch
  • etwas Zucker und Salz
  • Optional: 2-3 EL Sherry

Alle Zutaten in einen Mixer zu einer dickflüssigen Sauce vermischen.
Die Chiles mit dieser Sauce übergießen, mit Granatapfelsamen bestreuen und mit glatter Petersilie dekorieren - Guten Appetit!

Ceviche (4 Personen)   

An den Küsten, wo man täglich frischen Fisch bekommt ist Ceviche ein überaus beliebtes Gericht - und frisch muß der Fisch schon sein - den zu Ceviche verwendet man rohen Fisch!

  • 500 - 600g Fischfilet (klein würfeln)
  • Saft von 12-15 Limonen (ersatzweise 10 Zitronen)
  • 3 - 5 Tomaten (entkernen und klein schneiden)
  • 1 Zwiebel (klein würfeln)
  • 2 grüne Chiles Jalapeños (entkernen und klein schneiden)
  • Salz, Pfeffer
  • ¼ Tasse Koriander (Blätter waschen und klein schneiden)
  • ¼ Tasse Mais oder Sonnenblumenöl

Den gewürfelten Fisch 6-8 Stunden marinieren. Die überschüssigen Marinade abgießen und zu dem Fisch die gewürfelte Tomate, Zwiebel, Chile und den Koriander zufügen.

Öl mit Salz und Pfeffer mischen und über die Cevichemischung gießen.
Nach Geschmack - Lust und Laune kann man zu dem rohen Fisch auch noch kleine Scampis, Tintenfisch (fein gewürfelt) und Muscheln hinzufügen. Ebenfalls kann man noch gewürfelte Oliven oder Avocadoschnitten hinzufügen.

Soße

  • Ceviche-Soße
  • 1 Tasse Ketchup
  • ½ Tasse Weißwein
  • ¼ Tasse Orangensaft
  • Salz und Pfeffer                          Alle Zutaten mischen!
Ceviche und die dazugehörige Ketchupsoße vor den Servieren in den Kühlschrank stellen. Man kann die Ceviche entweder in Tostadas oder in ein Glas servieren und dazu evtl. noch Salzkeckse essen.



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