exiko ist kein Land, wo es gefährlicher oder unsicherer ist, als anderswo auch. Die Chance Überfallen und Ausgeraubt zu werden, sind in Rio oder Miami bestimmt höher als in Mexiko. Leider ist es ein Faktum, die Kriminalität hat in Mexiko, insbesondere seit 1995, erheblich zugenommen und auch viele Mexikaner haben mehr Angst vor Überfällen als früher.
Man traut sich nicht mehr, wie vor 15 Jahren ein Taxi einfach auf der Straße an zu halten. Es wird allgemein Empfohlen zu einen Taxi-Stand zu gehen oder das Taxi zu bestellen. Zwei der bekanntesten Gesellschaften sind Radio Taxi (Tel.:5566-0077), TaxiMex (Tel.:5-5197690) oder Servitaxi (Tel.:5516-6020). Leider sind sie der Regel doppelt so teuer wie die billigeren "VW Käfer".
Auch die Taxifahren haben zum Teil schon Angst von Fahrgästen ausgeraubt zu werden. Neben einen funktionierenden Taxometer sollte jedes Taxi eine Zulassungsschein (meist am Handschuhfach) haben. Hierauf ist die Zulassungsnummer und neben einen Foto auch der Name des Fahrers ersichtlich. Am besten, schaut man sich den Fahrer ruhig gut an, ob er auch die gleiche Person, wie auf dem Foto ist.
Ein anderer Anhaltspunkt ist das "L" vor der Nummer auf der Karroserie bzw. im Nummernschild - dieses "L" sagt aus, daß der Taxifahrer eine Lizenz zum Taxifahren hat und kein "Halsabschneider" ist.
Wenn man längere Zeit an einen Ort ist sollte man die Wertsachen im Hotel-Safe lassen und auch nur soviel Bargeld als unbedingt nötig bei sich tragen. Mexiko ist das Land der Kreditkarte und in Gegensatz zu Deutschland, kann man dort in jeden Supermarkt damit bezahlen. Es ist im Einzelfall durchaus lohnenswert, sich vor Reiseantritt eine Kreditkarte (Euro- oder Visacard) zu beschaffen, wenn man noch keine hat. Bei deren Verlust bekommt man meist innerhalb von 24 Stunden eine neue Kreditkarte ausgestellt. In finanziellen Notsituationen kann über "Western Union" von Bekannten oder Verwandten innerhalb weniger Minuten Geld aus Deutschland überwiesen werden. Partner von "Western Union" in Deutschland ist die "Reisebank AG" (Hotline in Deutschland: 0180 - 522 58 22).
Vorsicht an Geldautomaten: Geld möglichst nur in Begleitung ziehen und auf auffällige Personen in unmittelbaren Umgebung achten. Besonders nachts sollte man darauf ganz verzichten, den es kann passieren das man in einen sogenannten "Secuestro Express" gerät. Da man man am Tag nur einen maximalen Geldbetrag vom Konto nehmen kann, wird man dann über mehrere Tage als Geisel gehalten und immer wieder unter Waffengewalt zum Geldabheben gezwungen.
Auch um dem leidigen Problem mit den Wechselgeld -"no hay cambio"- zu entgehen, sollte man immer kleine Scheine und Münzen bei sich tragen. Lassen sie den Reisepaß und die Touristenkarte im Hotel und nehmen sie eine gute Kopie oder den Personalausweis mit. Es ist klar, daß man die Brieftasche nicht halb aus der Gesäßtasche herausgucken läßt und die Fotokamera ständig lässig über der Schulter spazieren trägt. Die Wertsachen sollte man immer eng am Körper tragen und das nicht nur in den Stoßzeiten in der Metro.
Zu Raubüberfällen durch bewaffnete Banden kommt es bei Überlandfahrten - vor allem Nachts und auf abgelegenen Straßen im Bereich der Pazifikküste, insbesondere in den südlichen Bundesstaaten Guerrero, Oaxaca und Chiapas. Häufiges Ziel dieser Banden sind Mietwagen. Grundsätzlich sollten Reisen mit dem Bus nur am Tage durchgeführt werden.
Wenn man einen Mietwagen fährt oder bei einen längeren Aufenthalt einen eigen Wagen sollte man folgende Regeln beachten: den Wagen nur auf bewachten Parkplätzen abstellen und nur mit geschlossenen Fenstern und verriegelten Türen fahren.
Auf Fahrten als Anhalter sollten man unbedingt verzichten, den sie sind in Mexiko fast unbekannt und zudem gefählich.
Abschließend noch eine Bemerkung: Ich kenne viele Europäer, die schon seit mehreren Jahrzehnten in Mexiko leben und nie überfallen oder beraubt wurden.
Ich kenne eine Mexikanerin, die ihr Lebenlang nie bestohlen wurde und ihr wurde hier, in Deutschland, im Urlaub die Handtasche in der U-Bahnstation entrissen. Ob, wann und wo man überfallen wird, hängt mehr damit zusammen, wie man sich Verhält und was man potentiellen Dieben zeigt. Natürlich kann man auch sagen: Pech gehabt!
Deshalb meine Aussage zu Anfang, daß Mexiko ist kein Land ist, wo es gefährlicher oder unsicherer ist, als anderswo auch.
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