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Nur knapp 60 Flugminuten von Mexiko Stadt liegt Baja California, daß fast doppelt so lang wie Florida aber dafür nur halb so schmal ist.
Die circa 1300 km lange und im Durchschnitt 90 km breite Halbinsel, die wie in dünner Finger in den Pazifik zeigt, unterteilt sich in die zwei Bundesstaaten Baja California Norte und Baja California Sur.
Während die meisten Nordamerikanischen Touristen auf dem direkt Weg, oft mit den eigenen Wagen nach Baja California kommen, kombinieren viele Europäer gerne ihren Aufenthalt, mit einer vorhergehenden "Kupfer-Canyon-Tour" durch die Barrancas von Chihuahua.
Hierzu fliegt man von Mexiko Stadt nach Chihuahua, übernachtet dort bevor man am frühen morgen die Fahrt mit den Panoramazug beginnt. Die 650 km lange Fahrt (von 0 auf 2420 m ü.NN) gehört, wegen der atemberaubenden Naturpanoramen, zu den schönsten Zugfahrten der Welt. Die Fahrt kann Cuauhtémoc, Creel, Divisadero und Bahuichivo unterbrochen werden, bevor sie in Los Mochis an der Pazifikküste zu Ende geht.
Seinen Namen bekam der Bundesstaat von der sagenumwogenen Amazonenkönigin "Calafia". Sie herrschte über eine Armee von Amazonen, die nackt und nur mit Perlenschnüren bekleidet gewesen sein sollten.
Angelockt über die Erzählungen der Azteken und ihren unermäßlichen Perlenreichtums lockte sie die Truppen von Hernán Cortes ins Land. Doch die ansässigen Indianerstämme entzogen sich mehr als 100 Jahre vehement der Conquista durch die Spanier.
Die ersten Truppen die Cortes hierher versandte wurden fast vollständig von den dortigen Indianerstämmen getötet; von denen heute nur noch die zahlreichen Höhlen mit aufwändigen Felsmalereien erinnern. Die Ureinwohner des ehedem nicht gerade stark besiedelten Landes wurden auf ein Minimum dezimiert. Die meisten Indianern starben an Syphilis oder Pocken, die durch die Weißen ins Land gebracht wurden. Der verbliebene Rest vermischte sich mit den weißen Einwanderern bis letztlich ein bescheidenes Grüppchen von etwas 500 Indianern übrig blieb.
In den ersten 130 Jahren war Loreto (eine der ersten Missionsstationen) Hauptstadt von Baja California, bevor sie von einem starken Orkan fast vollkommen zerstört wurde und von La Paz 1828 abgelöst wurde. Die Missionsstationen wurden von den Jesuiten und Dominikanern ab 1697 überall im Land gegründet und trugen entscheidend dazu bei, daß Land unter die Herrschaft der Spanischen Krone zu bekommen. Im Norden wurden von den Dominikanern u.a. die Missionsstationen Santo Tomás, San Vicente, Santo Domingo und El Rosario gegründet und im Süden durch die Jesuiten: San Ignacio, Santa Rosalia, San Francisco Javier und die ehemalige Hauptstadt "Nuestra Señora de Loreto".
Neben den Missionsstationen gibt es kaum nennenswerte historische Sehenswürdigkeiten, wenn man von Höhlen mit den Felsmalereien, die zum Teil auf Präkolumbianischer Zeit zurück gehen absieht. Man findet diese Höhlen u.a. in Caguama, Metata, Comundú und auf der Isla de Cedros. Besonders sehenswert sind auch die Felsmalereien vom Canyon Trinidas, 30 km westlich von Mulegé.
Bajas touristische Reize liegen in der Wüstenflora und in seiner endlosen Küste, an den sich Sandstrände, Felsen und Lagunen abwechseln.
Obwohl Baja jährlich von unzähligen nordamerikanischen Touristen besucht wird, verlieren sie sich in der Weite des Landes und so kann man auch noch heute menschenleere Badebuchten und Natur finden.
Baja ist heiß, trocken und ursprünglich und mit einer Landschaft, die lange Zeit, besonders in Europa als das typische Erscheinungsbild von Mexiko gehalten wurde: Wüste und meterhohe Kakteen.
Die Küste zum mexikanischen Festland hin gilt als die Badewanne Mexikos, da das Meer hier meist sehr ruhig, fast spiegelglatt ist. Hingegen ist die zum Pazifik gekehrte Seite wegen seiner zuweilen meterhohen Wellen bei Surfer sehr beliebt.
In Frühling zieht es unzählige Natur- und Tierfreunde nach Baja einen Blick in die Kinderstube der Wale zu werfen. Neben den Walen gibt es auch zahlreiche andere Meerbewohner, wie Schildkröten und Robben zu beobachten.
Im der Bahia Sebastian Vizcaíno kann man selbst vom Strand aus, während der ersten 3 Monaten im Jahr das Liebesspiel der Wale beobachten.
Auf der gegenüberliegenden, dem Festland zugekehrten Seite finden sich in "Mar de Cortes" die Fischreichsten Gewässer Mexikos, die Jahr für Jahr begeisterte Hochseeangler und Hochseefischer anziehen.
Tauchen, Schnorcheln, Surfen, Wellenreiten, Mountainbike-Touren, Hochseeangeln, Wandern, Kajaktouren sind nur einige der typischen Freizeitaktivitäten sportlich ambitionierter Touristen die nach Baja kommen. Bei Wellenreitern und Surfern sind im Norden, die zum Pazifik zugekehrten Strände: "K-38 ½, K-39 und K-42" (Kilometerangabe der Bundesstraße MEX1 von der Grenze ausgesehen) sehr beliebt.
Erst seit 1973 gibt es eine durchgehend asphaltierte Straße (MEX1) die von Tijuna im Norden bis nach Cabo San Lucas im Süden geht.
Sehr populär sind 1 wöchige Touren mit den Mietwagen, von Tijuana nach San Cabo in Süden oder umgekehrt. Nur sollte man sich vorher über die Rückführung des Mietwagens informieren, die oft mehr kostet, wie die Miete für 1 Woche selbst.
Beginnt man die Tour von Tijuana aus, sollte man sehen, daß man dieser explosionsartig wachsenden Grenzstadt möglichst schnell den Rücken kehrt.
Richtung Süden kommt man über "El Rosarito" und "El Descanso" nach Ensenada. In Ensenada findet man eine gut ausgebaute Touristische Infrastruktur (Hotels, Restaurants, usw.). Eine wunderschöne Badebucht ist u.a. "Todo los Santos".
Daneben befinden sich im Ort die größte Weinkellerei Mexikos, die "Bodegas Santo Tomá´s".
Weiter südlich kommt man zur Landspitze von "Cabo unta la Banda" , wo sich "La Bufadora" befindet. Dabei handelt es sich um ein ganz besonderes Naturschauspiel. Durch die starke Brandung, wird das Meer mit einer solchen Gewalt durch die Felsen gedrückt, daß sich bis zu über 20 Meter hohe Wasserfonthainen entwickeln.
Auf dem 175 km langen Weg nach San Quitin kommt man an einigen Missionsstationen, wie Santo Tomá, San Vicente und Vicente Guerrero vorbei.
An der Grenze der beiden Bundesstaaten befindet sich auch die Zeitzone "Hora Pacifico y Montanas" eines der größten durch Verdunstung entstandenen Salzlager der Welt.
Es folgt das Gebiet, daß als Kinderstube der Wale bekannt ist "Bahia Sebastían Vizcaino", Laguna Scammon, Laguna Ojo de Liebre und die Laguna San Ignacio.
Hinter der Bucht geht die Straße, quer durchs Land, auf die dem Festland zugekehrten Küste.
Vor Santa Rosalia kommt man am noch immer aktiven 1996 m hohen Vulkan "Las Tres Virgenes" vorbei.
Viele sagen, daß der südliche Teil, ab Santa Rosalia (wenn die Straße wieder am Meer entlang geht) zu den Landschaftlich schönsten Teil von Baja gehört.
Mulegé am Mündungsarm des gleichnamigen Flußes ist ein "beschauliches" Dorf, daß mittlerweile schon 4000 Einwohner zählt. Es gibt hier einige kleine Restaurant und Hotels, sowie die Möglichkeit Fahrräder auszuleihen oder organisierte Tours mitzumachen.
Schaut mal u.a. auf die Homepage der Ferienanlage Orchard Vacation Village. Mulegé ist eine Oase in der Wüste und was den Ort so atraktiv macht, sind die unzähligen Palmen rund um die Mündung des Flußes(siehe Foto oben).
Hinter Mulegé erstreckt sich eine der reizvollsten Küstenlandschaften, die Bahia Concepción mit den wunderschönen Stränden, wie Punta Arena, Santiapac, El Coyote, El Requesón und Los Muertos.
Im Süden von Baja California liegt "Cabo San Lucas". Diese Region mit seinen spektakulären Felsformationen, verschiedenartigen Stränden, dem fischreichen Meer gehört zu den best ausgebautesten Touristikzentren Mexikos.
In La Paz, der Bundeshauptstadt von Baja California Sur, kommen nach 5-stündiger Überfahrt die Fährschiffe von Los Mochis an. Vom Flughafen gibt es Verbindungsflüge in die USA und nach Mexiko-Stadt.
Ein Preistipp für nicht gar zu sehr verwöhnte Rucksacktouristen und Motorrad-Fans, ist das zwischen Tijuana und La Mision gelegende Hostal Alamos in Rosarito (der Besitzer spricht Deutsch!)
Kleine Liste preiswerter Unterkünfte in Baja California (Cabo San Lucas, La Paz, Ensenada und Tijuana.
Wer weitere, vertiefende Information zu Baja California benötigt, kann sie auf der Homepage von Hervé Danis Baja California finden. Über ihn kann man auch einen deutschsprachigen Reiseleiter für Indiviual- und Gruppenreisen in Baja California buchen.
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